Slider_04_implantate

Gründe für den Zahnersatz

Was ist Zahnersatz?

Durch Zahnersatz werden fehlende Zähne ersetzt. Dieser Ersatz kann festsitzend (z.B. Brücken auf natürlichen Zähnen oder Implantaten) oder herausnehmbar sein (z.B. Prothesen). Zahnersatz kann an natürlichen (=Zähnen) oder an künstlichen Pfeilern (=Implantaten) verankert sein, er kann bei Zahnlosigkeit auch nur schleimhautgetragen, also nicht verankert sein (Totalprothese). Zahnersatz im eigentlichen Sinne sind Implantate.

Wann müssen Zähne ersetzt werden?

Nicht jeder fehlende Zahn muss unbedingt auch ersetzt werden. Es gibt jedoch wichtige Gründe dafür:

1. Ästhetische Gründe:
Fehlen im vorderen, ständig sichtbaren Bereich Zähne, so werden diese vor allem aus ästhetischen Gründen, ersetzt. Das äußere Erscheinungsbild kann damit vollständig wiederhergestellt werden.

2. Funktionelle Gründe:
Fehlen wichtige Backenzähne, so können die Kiefergelenke und die Muskulatur geschädigt werden. Wichtig ist diese Indikation auch bei starker Abnutzung der Zähne, wie sie durch Zähneknirschen oder bei fortgeschrittenem Zahnverlust auftreten kann.

3. Vermeidung von Zahnstellungsveränderungen:
Wenn es zum Verlust von Zähnen gekommen ist, so kann es passieren, dass sich die der Lücke benachbarten Zähne in die Lücke hineinbewegen. Dadurch können langfristig auch diese Zähne verloren gehen und es kann durch die Fehlstellung zu funktionellen Störungen kommen (Siehe 2.).

4. Nahrungszerkleinerung:
Die Nahrungszerkleinerung ist auch bei Verlust mehrerer Zähne durchaus noch möglich. Eine größere Bedeutung erlangt dieser Grund, da eine gute Nahrungszerkleinerung wegen Erkrankungen im Magen-Darm-Kanal wichtig ist.

 

Typische Formen des Zahnersatzes

1. Die Brücke
Bei einer Brücke werden die einer Zahnlücke benachbarten Zähne zur Aufnahme von Kronen präpariert (=beschliffen), um die Lücke durch ein Zwischenteil auszufüllen. Dieses Zwischenteil entspricht in Form und Funktion weitgehend einer Zahnkrone und täuscht somit einen Zahn vor.

2. Die Klammerprothese
Die Klammerprothese ist ein herausnehmbares Teil zum Ersatz fehlender Zähne, das auch durch Metallteile verstärkt sein kann. Es ist an den noch vorhandenen Zähnen durch Klammern befestigt. Der Halt dieser Prothesen ist nicht sehr gut und die Klammern können an den Zähnen Schäden hervorrufen. Man benutzt diese Form des Zahnersatzes heute daher vor allem nur als Übergangs- oder Notlösung.

3. Prothesen mit Geschieben
Für eine Geschiebeprothese werden die wichtigsten Befestigungszähne überkront und mit Vorrichtungen versehen, die einen möglichst festen Halt der Prothese ermöglichen (z.B. sog. Geschiebe). Diese Halteelemente können so gestaltet sein, dass man sie nicht oder nur wenig sieht. Dies bedeutet auch einen ästhetischen Vorteil. Ein Nachteil ist es allerdings, wenn mehr oder weniger gesunde Zähne dafür beschliffen werden müssen.

4. Die Teleskop Prothese

Die Teleskop-Prothese ist eine Sonderform des gemischt festsitzend-herausnehmbaren Zahnersatzes. Dabei werden die als Halteelemente dienenden Zähne mit Metallkappen versehen, über welche die Prothese gestülpt wird. Die Vorteile dieses Zahnersatzes sind ein guter Halt, eine langfristig einfache Anpassbarkeit bei weiteren Zahnschäden/-verlusten und der weitgehende Verzicht auf weitere Verstärkungsstreben (z.B. Gaumenplatten oder Unterzungenbügel). Diese Form der Technik wird in unserem zahntechnischen Labor mit der nötigen Präzision hergestellt und wird vor allem bei fortgeschrittenem Zahnverlust oder bei Parodontalerkrankungen angewandt.

5. Die Totalprothese
Bei völligem Zahnverlust in einem Kiefer können schleimhautgetragene Kunststoffprothesen angefertigt werden. In Abhängigkeit vom Zustand des Kiefers, der Schleimhaut und des Speichels, sowie von einer erlernbaren Geschicklichkeit kann damit eine gute Kaufähigkeit erreicht werden. Besser sind Implantate, zumindest zur Fixierung der Prothese.

Wie gewöhnt man sich daran?

An festsitzenden Zahnersatz gewöhnt man sich im allgemeinen rasch. Bei herausnehmbarem Zahnersatz muss man sich damit vertraut machen, wie dieser herausgenommen und wieder eingesetzt wird. Die Gewöhnung dauert umso länger, je mehr Zähne ersetzt werden und je länger kein Ersatz vorhanden war. Zur Gewöhnung an eine neue Totalprothese benötigt man mehrere Wochen. Doch auch wenn sich die Prothese in den ersten Tagen wie ein Fremdkörper anfühlen kann, so wird sie doch nach der Eingewöhnungsphase fast wie „ein Stück von sich selbst“ empfunden. Mit der Zeit kann es in den zahnlosen Kieferabschnitten zu Veränderungen kommen, die eine Anpassung erfordern.

Wie lange halten die Neuen?

Diese wichtige Frage kann man nicht pauschal beantworten, da sie von vielen verschiedenen Faktoren abhängig ist. Als untere Grenze wird heute eine Haltbarkeit von fünf Jahren gefordert. In der Regel werden jedoch weit längere Haltbarkeiten von über 10 Jahren erreicht. Lediglich kombinierte Arbeiten (feste und herausnehmbare Teile zugleich, z.B. die Geschiebe-Prothese) haben nur eine durchschnittliche Lebensdauer von 6 Jahren. Implantate haben die beste Prognose (90-95% nach 10 Jahren). Wichtige Faktoren für die Lebensdauer eines Zahnersatzes sind der Zustand der noch vorhandenen Zähne, des Zahnhalteapparates, des Kieferknochens, der Präzision des Zahnersatzes und – nicht zuletzt – der Mundhygiene.

Die Fragen  rund um das Thema Zahnersatz sind aufgrund der vielen heute möglichen technischen Entwicklungen sehr vielschichtig und in den wenigsten Fällen wird es nur eine Lösung geben. Das Gespräch über die sinnvollste Lösung, welche die Wünsche des Patienten, das technisch Machbare und auch die jeweils entstehenden Kosten in Einklang bringt, ist deshalb von größter Bedeutung..

Und die Kosten bei Zahnersatz?

Traditionell ist Zahnersatz in Deutschland im Vergleich mit allen anderen Industrienationen – insbesondere bei hochwertigen Lösungen – sehr preisgünstig. Nicht umsonst kommen wegen der Preise und der trotzdem bekannt hohen Qualität viele Ausländer nach Deutschland zur Zahnbehandlung. Durch die zunehmende Vereinigung Europas auch im sozialen Bereich nimmt dies noch zu. Allerdings gibt es hinsichtlich der Qualität, der Ästhetik, der Funktion und der Haltbarkeit auch große Unterschiede. Von der herausnehmbaren Klammerprothese bis zur festsitzenden Implantatlösung. Deshalb muss von Fall zu Fall im Gespräch die jeweils beste Lösung gefunden werden. Für den  kostenintensiveren Teil – Material- und Laborkosten – gibt es ebenfalls unterschiedliche Lösungen: Von der soliden Einfachlösung aus einem ausländischen Labor bis zur hochästhetischen Hightech-Lösung, die in Ihrer Gegenwart hergestellt wird.

Zahnärztlicher Notdienst Bayern
Facebook
Google
Facebook
Facebook
Facebook